Lindners Reiseberichte
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Portugal

2012 Azoren

Europa · 2012
Zeitraum2012

15./ 16.09.2012

Samstag, 15.09.2012 Pünktlich 11:45 Uhr fuhr der Fahrdienst Herper vor, um uns nach Dresden zu bringen. Diesmal waren es nicht die Lokführer oder Fluglotsen, die uns Sorgen bereiteten, sondern unsere mitreisende Freundin. Freitag musste bei ihr noch ein Nierenstein verschoben werden, so dass sie die Nacht im Krankenhaus verbringen durfte. Samstag früh wurde sie mit den besten Wünschen für eine gute Reise entlassen. Somit stand der Reise nichts mehr im Wege. Traditionell begann mit einem Mittagessen bei Marché, was diesmal leider nicht so gelungen war, der Urlaub. Dann brachte uns der ICE nach Frankfurt/Main. Nachdem wir die Station für den Busshuttle gefunden hatten, klappte auch die Fahrt zu unserem gebuchten Hotel prima. Diesen Abend ließen wir bei Salat und Palatschinken im hauseigenen ungarischen Restaurant ausklingen.

Sonntag, 16.09.2012 Nach einem reichhaltigen Frühstück wurden wir 11:00 Uhr mit dem Hotelbus zum Flughafen gefahren. Da wir rechtzeitig da waren, konnten wir vier nebeneinander liegende Sitzplätze im Flugzeug ergattern. Die Zeit bis zum Abflug vertrieben wir uns mit Bummeln und Flugzeuge beobachten. Unser Flugzeug parkte auf einem Außenplatz – eine für uns neue Erfahrung in Frankfurt. Bei Sonnenschein verließen wir Frankfurt, um 4,5 Stunden später bei zwar wärmeren Temperaturen aber Regen in Ponta Delgada zu landen. Gemeinsam mit weiteren Gästen brachte uns der Bus zum ca. 20 min entfernt liegenden Hotel. Kurz nach 18:00 Uhr kamen wir genau richtig zur Happy Hour. Da unser Auto erst am nächsten Tag zur Verfügung stehen sollte, entschieden wir uns für das Abendessen im Hotel. Es gab Buffet inkl. Getränke für 25,00 EUR/Person. Damit konnten wir gleich die einheimische Küche probieren. 22:00 Uhr entschieden wir uns für Nachtruhe – in Deutschland war es da schon Mitternacht.

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17.09.2012

Der Tag begann mit einem straffen Zeitplan – Frühstücken, 9:00 Uhr Auto in Empfang nehmen und 9:45 Uhr Infoveranstaltung mit der Reiseleiterin. Sie gab uns Tipps und Hinweise für Ausflüge und erwähnte, dass am Donnerstag ein Hurrikan erwartet wird, von dem noch keiner wusste, ob und wo er die Inseln streifen wird. Vollgepackt mit Informationen machten wir uns gegen 11:00 Uhr auf nach Vila Franca do Campa. Vorher deckten wir uns noch mit Trinkbarem für unterwegs ein. In Vila Franca do Campo wollten wir bei einem örtlichen Veranstalter eine Walbesichtigungstour buchen. Nachdem wir alle Formalitäten für Freitag erledigt hatten, schreckte uns doch der Preis von 55,00 EUR/Person ab und wir beschlossen, weiter Ausschau zu halten – hatten wir doch noch ein Angebot für 35,00 EUR bei unserer Ankunft am Flughafen erhalten. Unsere Tour führte uns weiter nach Furnas. Am Lagoa das Furnas konnten wir uns hautnah davon überzeugen, dass wir uns auf einer Vulkaninsel befanden und die Erde immer noch brodelt. Die nach Schwefel riechenden Nebelschwaden waren bereits weithin sichtbar. Mittlerweile regnete es auch wieder. Von der Reiseleiterin hatten wir den Tipp für ein tolles Fischrestaurant bekommen, das wir nun ansteuern wollten. Der Ort Ribeira Quente ist nur über eine Straße, die als Sackgasse an der Küste endet, zu erreichen. Das Lokal war nicht gleich als solches erkennbar, sodass wir erst einmal eine Runde durch den Ort drehten. Endlich gefunden, war die gemischte Grillplatte (zwei ganze Fische, zwei Fischsteaks und vier Garnelen) wirklich ein Genuss. Dazu gab es Pellkartoffeln und man hätte auch noch Salat essen können. Vorher gab es – wie in Portugal üblich – Käse und Brot. Da es zwischenzeitlich eigentlich schon Kaffeezeit war, genehmigten wir uns auch noch ein Eis mit Früchten. Damit war das Essen für den Tag abgeschlossen. Auf der Rückfahrt hielten wir an einer Bananenplantage an und deckten uns mit Früchten für den nächsten Tag ein. Zurück im Hotel zeigte sich die Sonne und wir unternahmen noch einen Erkundungsgang zum Strand. Bei einem Gläschen Wein ließen wir den Tag auf dem Balkon ausklingen.

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18.09.2012

Heute sah das Wetter viel versprechend aus. Unser Ziel war Sete Cidades mit den Seen Lagoa Azul und Lagoa Verde. Über die neue Schnellstraße erreichten wir unser Ziel im Handumdrehen. Am Aussichtspunkt Vista do Rei stellten wir unser Auto ab und machten uns – ausgerüstet mit Regenjacke und Proviant – zu Fuß auf einen Wanderweg auf dem Kraterrand entlang. Von hier oben hatten wir einen fantastischen Blick auf die Seen zur einen und auf den Atlantik zur anderen Seite. Hinter jeder Biegung gab es Neues zu entdecken. Thomas und Gerd waren ständig damit beschäftigt, neue Fotomotive zu erspähen und festzuhalten. Als es nur noch steil bergab ging und sich der Himmel immer mehr zuzog, drehten wir um und suchten uns ein Plätzchen zum Rasten. Gerade noch rechtzeitig, denn als wir uns nach dem Essen auf den Weg machten, fing es wieder an zu regnen. Mit dem Auto fuhren wir dann hinab in den Krater nach Sete Cidades, von da aus nach Varzea Richtung Atlantik und dann immer an der Küste entlang nach Ponta Delgada. Hier legten wir eine Kaffeepause mit Kuchen und Eis ein. Da Thomas den Parkschein für drei Stunden gelöst hatte, machten wir uns anschließend auf die Suche nach der Markthalle, der wir vor der Abreise noch einen Besuch abstatten wollten. Um 16:00 Uhr gab es hier nur noch wenige Händler, die ihre Produkte an Mann oder Frau bringen wollten. Trotzdem war das Angebot sehr interessant. Zurück am Auto entdeckten wir den Anbieter von Walbeobachtungstouren, dessen Flyer wir am Flughafen erhalten hatten. Wie schon in einem Büro zuvor, bekamen wir auch hier die Auskunft, dass diese Woche zunächst keine Ausfahrten wegen dem angekündigten Sturm stattfinden sollten. Wir hinterließen Gerds Telefonnummer, damit man uns informieren könnte, falls Freitag oder Samstag eine Tour unternommen wird. Auf unserer Rückfahrt machten wir noch Stopp in der Keramik-Werkstatt von Lagoa und nahmen ein azorianisches Andenken mit. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir in der Sonne auf dem Balkon. Unser Abendessen gab es diesmal im Hafen von Caloura in einem Fischlokal. Bei „Fisch des Tages“ für 10,00 EUR blieben keine Wünsche offen. Dazu wurden wieder Käse und Brot serviert. Später pries der Koch seinen Oktopus- Salat an, der auch wirklich hervorragend schmeckte. Beim Bezahlen stellte sich heraus, dass sämtliche Vorspeisen im Preis von 10,00 EUR enthalten waren – uns war die Rechnung nämlich zu niedrig. Heute gab es einen Absacker in der Bar, da Thomas als Fahrer auf den Wein zum Abendessen verzichten musste.

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19.09.2012

Das Sturmtief hatte seine Ausläufer schon vorgeschickt. Ringsum war es zugezogen und es regnete. Wir beschlossen, mit dem Auto auf die Nordseite der Insel zu fahren, in der Hoffnung, dass dort das Wetter besser ist. Morgens hatte Thomas im Internet noch gelesen, dass der Sturm vermutlich nur die beiden westlichsten Inseln streifen wird, der Rest der Inseln bekommt nur ein paar Auswirkungen zu spüren. Auf der Schnellstraße fuhren wir Richtung Ponta Delgada und bogen dann zum Lagoa do Fogo ab. Je höher wir auf den Berggipfel zukamen, umso undurchsichtiger wurde die Wolke. Zwar waren überall Aussichtspunkte gekennzeichnet, von denen man jedoch nur eine weiße wabernde Masse erkennen konnte und keine schöne Landschaft. An der Caldeira Velha hatten wir dann Glück – man konnte etwas sehen und es regnete nur kurz. Auch hier gab es Fumarolen und zum Baden in einer warmen Quelle lud ein angelegtes Becken ein. Es gab auch tatsächlich zwei Leute, die sich darin tummelten. Wir setzten unseren Weg nach Norden fort und hatten an der Küste zunächst ein paar Sonnenstrahlen. Richtung Nordeste änderte sich das aber sehr schnell und der Regen wurde zu unserem Begleiter die Küste entlang. Unterwegs hielten wir in einer Teeplantage an. In Europas einzigem Teeanbaugebiet verkosteten wir Tee und nahmen auch welchen für zu Hause mit. Von Nordeste wird behauptet, es sei die blumenreichste Stadt Europas. Leider können wir das nicht bestätigen, denn aussteigen und bummeln war aufgrund des starken Regens nicht möglich. Also setzten wir unseren Weg fort. An Aussichtspunkten sahen wir – wie schon auf der ganzen Runde – nichts. Gegen Mittag erreichten wir Povoacao. Laut Reiseführer wurde hier das „Jardim“ als traditionelles Lokal empfohlen. Und der Reiseführer hatte recht. Das ganze Lokal war voller Einheimischer. Wir entschieden uns für Arroz de Mariscos (1 Topf für zwei Personen). Bei der Menge, die uns serviert wurde, hätte auch ein Topf für vier Personen gereicht. Satt und zufrieden bewältigten wir den Rest unserer Tagesetappe. Der Nachmittag diente der Erholung. Das Abendessen nahmen wir wieder im Hafen ein. Aufgrund des Wetters rückten alle etwas näher zusammen, damit jeder ein trockenes Plätzchen bekam. Beim Wein entschieden wir uns diesmal für einen „Vinho verde“ – einen grünen Wein aus Portugal. Thomas musste es mit zwei Fischen aufnehmen, da bei der Bestellung etwas schief gegangen war – Kerstin wollte eigentlich nur einen Oktopus-Salat, das war aber bei der Bedienung nicht so angekommen.

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20.09.2012

Das Wetter hatte sich noch nicht beruhigt, nach wie vor zeigte sich alles grau in grau. Unsere geplanten Wanderungen strichen wir deshalb von der Liste. Wir setzten uns also wieder ins Auto und fuhren den Westen der Insel ab. Über die Schnellstraße ging es bis Varzea über die bereits bekannte Route. Ab da begann dann Neuland. Zunächst statteten wir Mosteiros einen Besuch ab. Hier beeindruckten vor allem die vorgelagerten Felsen, die dem Ort seinen Namen gaben. Von da aus führte uns unsere Tour nach Capelas, dem alten Walfängerhafen. Heute dient die Bucht als Badestelle. Thomas wollte zunächst mit dem Auto in die Schlucht fahren. Als der Weg jedoch immer enger wurde, ging es rückwärts wieder hinauf. Also ließen wir das Auto oben stehen und marschierten zu Fuß in den Hafen. Zwischenzeitlich war es Mittag, sodass wir in Capelas nach einem Lokal Ausschau hielten. Im Zentrum fanden wir wieder eines, das von Einheimischen bevölkert wurde. Wir Frauen entschieden uns für Hühnersuppe und die Männer teilten sich eine letzte Portion Rippchen – die Empfehlung der Bedienung. Trotz Teilung war noch genügend Fleisch auf dem Teller. Wir setzten unseren Weg Richtung Ribeira Grande fort und bogen dann zum Lagoa do Fogo ab, in der Hoffnung, ihn heute zu Gesicht zu bekommen. Aber bereits bei der Anfahrt merkten wir, dass er sich auch diesmal sehr bedeckt halten wird. Im Hotel zurück, ließen wir alle Fünfe gerade sein. Gut erholt, steuerten wir für das Abendessen wieder den Hafen an. Auch heute mussten wir wieder enger zusammen rücken, da sowohl das Meer als auch Petrus für Nässe sorgten. Diesmal pries der Koch frischen Thunfisch an. Kerstin entschied sich für gebratene Muscheln – eigentlich eine Vorspeise – für sie aber vollkommen ausreichend und superlecker. Thomas und Christine folgten der Empfehlung des Koches und wählten den Thunfisch, Gerd nahm es mit einer gegrillten Dorade auf. Nach der Rückkehr im Hotel zog es uns noch in die Bar – wir wollten einheimischen Schnaps probieren. Nach der Verkostung stand für uns fest, dass wir keinen Schnaps mit nach Hause nehmen werden.

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21.09.2012

Irgendwie musste sich Petrus gegen uns verschworen haben. Wir entschieden uns kurzfristig für einen Besuch in der Markthalle von Ponta Delgada – unsere Reiseleiterin hatte uns einen Besuch am Freitag- oder Samstagvormittag empfohlen. Unser Auto parkten wir an der gleichen Stelle, an der wir schon am Dienstag gestanden hatten. Jetzt kannten wir ja den Weg und mussten nicht mehr suchen. Am Vormittag war in der Markthalle richtig was los. In der Fischecke konnten wir fangfrischen Fisch jeder Größe bestaunen. Aber auch bei Obst und Gemüse blieb kein Wunsch offen. Wir deckten uns mit Ananas für die Heimreise ein und besorgten noch ein paar Mitbringsel. Bei einer Kaffeepause, in der sich draußen gerade wieder ein Regenguss über der Stadt entlud, beratschlagten wir unser weiteres Vorgehen. Da alle irgendwie geschafft waren, beschlossen wir, den Tag im Hotel zu verbringen. In dem kleinen Café kauften wir noch eine Kleinigkeit zu Essen, um bis zum Abend hinzukommen. Und dann zog sich jeder in sein Zimmer zurück. Eigentlich wollten wir auch heute in den Hafen zum Essen. Da der Wind aber sehr zugenommen hatte, waren wir uns nicht sicher, ob uns der Fisch im Hafen nicht um die Ohren fliegen wird. Also disponierten wir schnell um, nutzten die Happy Hour in der Hotelbar und waren pünktlich 19:00 Uhr im Restaurant, um das für den Abend ausgerichtete traditionelle Buffet zu nutzen. Da der Sturm die Wolken vertrieb, hatte Thomas gleich noch die Gelegenheit, noch einmal einen tollen Sonnenuntergang zu fotografieren.

Fotos dieser Etappe (14)

22.09.2012

Das erste, was wir heute sahen, war ein toller Regenbogen. Ansonsten sah das Wetter wieder durchwachsen aus. Wir wollten unser Glück noch einmal in Nordeste versuchen und vielleicht ließe ja auch der Lagoa do Fogo einen Blick auf sich werfen. Zunächst machten wir jedoch noch einmal Stopp in Furnas bei den Fumarolen. Bei einem fliegenden Obsthändler kauften wir Pflaumen, Pfirsiche und Bananen – er freute sich, fing doch gerade wieder ein ekliger Nieselregen an. Richtung Nordeste nahmen wir diesmal den Weg Richtung Salga. Von der beschriebenen tollen Aussicht am Salto do Cavalo bekamen wir leider wieder nichts mit, da wir uns mitten in einer Wolke befanden. Dafür stand plötzlich eine Kuh am Wegesrand. Sie war sicher der Meinung, dass das Gras auf der Seite besser schmeckte als auf ihrer Weide. In Salga bogen wir auf die alte Straße nach Nordeste ab, eine gute Entscheidung, kamen wir doch bei Achada am Ribeira dos Caldeiros vorbei. Hier speisten mehrere Wasserfälle früher Getreidemühlen. Heute ist es ein sehr schön angelegter Park, durch den man schlendern kann. Bei Kaffee und Kuchen ließen wir es uns gut gehen. Zwischenzeitlich lugte schon mal die Sonne durch die Wolken, die uns auch bis Nordeste begleitete. Diesmal konnten wir nun auch die alte Brücke von 1883 bewundern, die sehr waghalsig über eine Schlucht gebaut wurde. Nach einem kurzen Bummel durch den Ort traten wir recht optimistisch den Rückweg an. Bis Ribeira Grande war das Wetter vielversprechend, ein Blick Richtung Berge zeigte uns aber, dass sie auch diesmal ihre Spitzen in den Wolken verbargen. Und so war es dann auch. Zwar setzte die Wolkendecke weiter oben ein, aber der Lagoa do Fogo ließ sich auch beim dritten Versuch nicht blicken. Nach dem Volltanken ruhten wir uns im Hotelzimmer aus, genossen unser Obst und bereiteten uns auf den letzten Abend vor. 17:00 Uhr saßen wir im Fischrestaurant im Hafen, konnten jedoch nur Wasser und Cola in der angeschlossenen Bar bestellen. Das Restaurant selbst öffnet erst 18:00 Uhr. Viele Alternativen zum Essen gab es in der Umgebung nicht. Am Ortsausgang Richtung Ponta Delgada lag noch ein Restaurant, bei dem wir es jetzt versuchten. Von außen sah das Ganze nicht sehr ansprechend aus und wir befürchteten, hier mit Fertiggerichten abgespeist zu werden. Im Inneren wurden wir aber eines besseren belehrt – die Tische waren schön eingedeckt und man empfing uns freundlich mit der Speisekarte in der Hand. Also nahmen wir Platz und wurden nicht enttäuscht. Hier – ein ganzes Stück weg vom Wasser – konnte Kerstin nun auch gegrillten Tintenfisch (Lulas) essen. Der Rest nahm diesmal Fleisch. Zurück im Hotel, gaben wir den Autoschlüssel an der Rezeption ab, und leerten auf dem Balkon noch zwei Flaschen von dem leckeren Vinho verde. Heute ging es zeitig ins Bett, sollten wir doch am Sonntag 5:10 Uhr zum Flughafen gebracht werden.

Fotos dieser Etappe (26)

23.09.2012

Kurz vor vier wurden wir beide ohne Wecker wach. Es wurde schnell noch geduscht und dann ging es ans Kofferpacken. Pünktlich erschien auch der Bus, um uns zum Flughafen zu bringen. Am Flughafen selbst wunderten wir uns über die Anzeige an der Abflugtafel. Zwar war unser Flug mit 7:10 Uhr angeschrieben, dahinter stand aber noch was von 10:05 Uhr. Die Ankunftszeit konnte das nicht sein, denn der Flug dauert in die Richtung vier Stunden. Am Schalter wurde uns dann erklärt, dass unser Abflug auf 10:05 Uhr verschoben wurde. Für die Unannehmlichkeiten erhielten wir einen Gutschein für ein Frühstück. Zusammen mit anderen „Festsitzenden“ ließen wir uns in dem kleinen Café nieder. Thomas versuchte, eine Internetverbindung zu bekommen, was nach einigen Downloads und der Bezahlung von 5,00 EUR auch gelang. Nun konnten wir erst einmal Bescheid geben, dass wir nicht – wie geplant – 20:00 Uhr in Dresden ankommen würden. Wenn alles gut liefe, könnten wir 22:00 Uhr da sein, im schlimmsten Falle erst Mitternacht. Da Gerd am Montag bereits wieder in die Frühschicht musste, war er von der Verschiebung weniger begeistert. Das Flugzeug hob dann auch relativ pünktlich ab. Unterwegs erklärte dann der Pilot, dass die Crew am Vortag spät angekommen sei und aufgrund von Ruhezeiten erst verspätet erneut abheben durfte. Auch wenn das vollkommen in Ordnung war, sorgte die Verschiebung schon für einige Aufregung, wohnten doch die wenigsten der Mitreisenden in Frankfurt. In Frankfurt selbst war dann alles eine Sache von Minuten. Wir parkten wieder auf einem Außenplatz, durften aber das Flugzeug nicht verlassen, da keine Busse verfügbar waren. Dann ging alles sehr schnell – Zubringer zum Terminal 2 – Koffer fassen, die mittlerweile eher da waren als wir – Busfahrt zum Terminal 1 – über mehrere Rolltreppen zum Bahnhof – und vier Minuten vor Zugabfahrt standen wir bereit. In der ersten Klasse fanden wir auch ein Viererabteil, an dem keine Reservierung angezeigt war und konnten nun entspannt Richtung Dresden fahren. Zur Abendbrotzeit ließen wir uns vom Schaffner etwas aus dem Bordrestaurant bringen. In Dresden wurden wir schon von unserem Fahrdienst, den Thomas über unsere Ankunft unterrichtet hatte, erwartet. Der Chauffeur war auch froh, dass wir den Zug bekommen hatten, waren wir doch seine letzten Fahrgäste an dem Tag. 22:30 Uhr kamen wir, etwas erschöpft, zu Hause an. Den nächsten Tag konnten wir ruhig angehen, wir hatten beide noch Urlaub.

Fotos dieser Etappe (2)

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