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Costa Rica

2012 Costa Rica

Nordamerika · 2012
Zeitraum2012

29.02./ 01.03.2012 – Abreise / Ankunft

29.02. Wie bestellt, holte uns unser Fahrdienst kurz nach 12:00 Uhr zu Hause ab. So blieb uns noch genügend Zeit, um bei Marché Mittag zu essen und uns mit Verpflegung für den Rest des Tages einzudecken. Der Zug nach Frankfurt war ab Leipzig gut gefüllt. Den Gesprächen konnten wir entnehmen, dass uns noch einige der Fahrgäste bis an unser Reiseziel begleiten wollten. Entgegen sonstigen Gewohnheiten lag unser Reiseziel diesmal Richtung Westen. Wir wollten nach Costa Rica. Neugierig auf dieses Land sind wir während einer Zugfahrt nach Prag geworden, bei der wir uns das Abteil mit jungen Ticos teilten, die ihr Land in den schillerndsten Farben beschrieben. Also wurde das Land auf unsere Reisezielliste gesetzt. Im Sommer 2011 begann dann die konkrete Planung. Nachdem wir zahlreiche Kataloge gewälzt hatten, entschieden wir uns für eine Mietwagenrundreise mit DerTour. Und die sollte nun losgehen. Zur Tradition gehört bei uns irgendwie auch immer noch ein besonderer Kick. Während im vergangenen Jahr die Lokführer bis einen Tag vor dem Abflug streikten, war es diesmal das Bodenpersonal des Frankfurter Flughafens. Für den Abflugtag war eine Ausweitung des Streiks angekündigt, die jedoch nicht vollzogen wurde. Unser Reisebüro hatte uns diesbezüglich immer auf dem Laufenden gehalten, so dass wir guter Dinge waren, auch tatsächlich starten zu können.

01.03. Es hat alles prima geklappt. Nach dem Zwischenstopp in Santo Domingo erreichten wir pünktlich 6:00 Uhr Ortszeit (13:00 Uhr in Deutschland) San José. Die Einreiseformalitäten zogen sich eine ganze Weile hin, da keiner so richtig Interesse zeigte. Vor dem Flughafen wurden wir schon von einem Reiseleiter von DER TOUR erwartet. Auf unserem Weg zum Hotel bekamen wir noch einige mündliche Infos für den Ausflug am nächsten Tag und umfangreiches Material für unsere Rundreise. Gegen 8:30 Uhr wurden wir im Hotel abgeliefert und es passierte das, was wir befürchtet hatten – ins Zimmer konnten wir erst nach 12:00 Uhr. Zunächst suchten wir uns ein Café und wurden gleich um die Ecke fündig. Wir versuchten Churros, eine Art frittiertes Gebäck. Bei unserem Streifzug durch die sehr übersichtlich angeordneten Straßen von San José, hielten wir schon mal Ausschau nach einer vom Reiseleiter empfohlenen typisch costaricanischen Lokalität. Als wir sie mit Hilfe eines im Hotel besorgten Stadtplanes gefunden hatten, stand für uns fest, dass wir hier nicht essen werden, denn es war doch eher ein Touristentempel. Ein Bier probierten wir aber. Auf dem Rückweg zum Hotel fanden wir auch endlich einen Souvenirshop mit Ansichtskarten. Briefmarken bekamen wir leider nicht dazu. Mittlerweile war es kurz vor 12:00 Uhr, wir waren merklich geschafft und bereits von der Sonne gezeichnet. Im Hotel mussten wir dann nicht mehr lange auf unser Zimmer warten, konnten endlich aus unseren Reisesachen und unter die Dusche. Als saubere Menschen machten wir uns wieder los, bei der Post Briefmarken besorgen. Wir fanden das Postamt auch schnell und waren erstaunt, wie langsam doch alles gehen kann. Da soll noch einmal einer über die „Deutsche Post“ meckern. Wir bekamen auf jeden Fall unsere Briefmarken von einer sehr freundlichen Mitarbeiterin überreicht, sie verstand sogar unser Spanisch. Vom Postamt aus ging es weiter auf den Zentralmarkt. Der ist mehr für die Einheimischen gedacht, also wenig Souvenirs im Angebot, dafür mehr Obst, Gemüse, Fleisch und andere Waren für den täglichen Bedarf. Wir legten erst einmal eine Pause an einem Kaffeestand ein, genossen einen richtig guten Kaffee und bestellten dazu ein Stück Möhrenkuchen – einfach lecker. Danach sahen wir uns noch einmal im Markt um. Nachdem wir genug gesehen hatten, suchten wir uns eine „Soda“, das sind familiär geprägte Kneipen, in denen vorwiegend Einheimische essen und trinken. In einer Seitenstraße unweit unseres Hotels wurden wir fündig, das Publikum erschien uns „Einheimisch“ genug, also nahmen wir Platz. Nach ein paar Minuten Speisekartenstudium wussten wir auch, was wir wollten – zum Trinken 2 Bier (Imperial aus CR). Zu Essen gab es bei Kerstin Reis mit Huhn, Pommes und Salat. Thomas nahm das Gleiche, aber mit Schweinefleisch. Als Krönung bekamen wir noch ein großes Konservenglas auf den Tisch gestellt, mit dem Hinweis der Kellnerin: „mucho picante!“. Im Glas befanden sich so etwas wie „Mix Picles“ und ein Löffel. Sah lecker aus, also nahmen wir etwas auf den Teller. „Mucho picante“ war aber dann doch etwas untertrieben, obwohl wir sehr scharf essen können. Nach ca. 30 Minuten ließ dann auch das Brennen im Mund und um die Lippen nach. Satt und zufrieden begaben wir uns in unser Hotel zurück. Es war zwar erst kurz nach 18:00 Uhr, wir fielen aber trotzdem in unserem Bett in einen tiefen Schlaf, obwohl es theoretisch bei dem Lärm vor dem Hotel nicht möglich gewesen wäre.

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02.03.2012 – San Josè / Ausflug in die Umgebung

Den Wecker hatten wir auf 05:00 Uhr gestellt, brauchten ihn aber nicht, da wir schon einige Minuten vorher wach wurden. Die Zeitverschiebung hatten wir eben noch nicht verkraftet, das dauerte ein paar Tage. An diesem Tag stand ein organisierter Ausflug zum Vulkan „Poas“ auf dem Programm. Gegen 06:10 Uhr wurden wir vom Hotel mit einem kleinen Bus abgeholt. Das Frühstück ließen wir ausfallen, im Hotel gab es erst 06:00 Uhr welches. Laut Programm sollte die erste Station auf einer Kaffeplantage sein, in der auch Frühstück vorgesehen war. Mit einem kleinen Bus wurden die Teilnehmer des Ausflugs von den verschiedenen Hotels in San Jose eingesammelt. Letztendlich bestand die Truppe aus 4x USA, 2x Kanada, 3x Israel, 2x Venezuela und 3x Deutschland. Um Berührungsängste abzubauen organisierte unser Reiseleiter eine Vorstellungsrunde, nach der es dann sehr lustig im Bus zuging. Der Besuch der Kaffeeplantage selbst war sehr interessant. Zum Frühstück gab es „Gallo Pinto“ – das typisch costa-ricanische Frühstück – mit Rührei. Danach noch etwas Melone. Außerdem standen 5 Sorten Kaffee zur Auswahl – lecker. Weiter ging es zum Vulkan. Zunächst erglommen wir alle gemeinsam die Aussichtsplattform, um einen Blick in den Schlund zu werfen. Anschließend bekamen wir Zeit, um die Gegend zu erkunden. Wir absolvierten den gesamten Rundweg, das waren ca. 45 Minuten straffer Marsch bergauf bergab. Nachdem sich der überwiegende Teil der Truppe mit Souveniers eingedeckt hatte, setzten wir die Farht fort. Nächstes Ziel war ein Wasserfallgarten mit angeschlossenem Tierpark. Dort konnte man einige Tiere bestaunen, die es normalerweise auch in der freien Wildbahn in Costa Rica gibt. Nach der Tiershow durften wir uns am Büfett bedienen. Das Essen war sehr gut, was wir bei so einem Touristentrubel nicht erwartet hatten. Nach dem Essen war noch Wasserfall-gucken angesagt – sehr beeindruckend. Auf einem Rundweg waren 3 Wasserfälle zu bestaunen – der höchste davon 120m. Auf dem Rückweg nach San José bekamen wir schon einen kleinen Vorgeschmack auf den Straßenverkehr in der Rush-hour. Am Abend aßen wir wieder in der „Soda“ vom Vorabend. In der Karaoke – Bar nebenan ging es dieses Mal ziemlich laut zu. Die „Soda“ war bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach 21:00 Uhr lagen wir wieder im Bett und schliefen mit den ersten Eindrücken von Costa Rica ein.

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03.03.2012 – San Josè / Übernahme Mietwagen / Fahrt zum Turrialba

Heute sollte das große Abenteuer beginnen. Der Mitarbeiter von „Europcar“ hatte sich gegen 09:00 Uhr angekündigt. Er kam auch ins Hotel, fuhr uns dann aber mit „unserem“ Auto in die Stadtagentur. Dort haben wir die Papiere klar gemacht. Für den vollen Tank mussten wir etwas über 33.000 Colones bezahlen. Das Auto sollten wir am Ende leer wieder abgeben – ob das klappt? Das bestellte Navigationsgerät war leider nicht vorrätig. Kerstin hatte aber die Reiseunterlagen schon intensiv studiert und war zuversichtlich, auch ohne Navi das Ziel zu finden. Gut – 15 USD pro Miettag gespart. Die erste Hürde – nämlich den Weg zum Hotel – nahmen wir mit Bravour, checkten aus und starteten mit unserem Daihatsu BeGo. Unser Ziel war zunächst der Vulkan Irazu. Wir verfehlten nur einmal einen Abzweig, was jedoch sofort korrigiert wurde. Insgesamt war Kerstin an der Karte unschlagbar. An der Einfahrt zum Nationalpark mussten wir 12.000 Colones bezahlen. Die nette Angestellte gab uns noch Tipps, was wir uns anschauen sollten. Wir stellten unser Auto auf dem Parkplatz ab und wanderten über ein Lavafeld zum Kraterrand. Der Krater ist 300 m tief und hat einen Durchmesser von ca. 1 km – sehr beeindruckend. Von einem Aussichtspunkt oberhalb des Kraters, ca. 3.400 m hoch, hatten wir einen herrlichen Rundblick. Imposant waren vor allem die Wolken, die sich über dem Vulkan immer wieder neu formierten. Vom Parkplatz aus war der Aussichtspunkt in ca. 20 Min. bergauf zu erreichen, bei der herrschenden Hitze ganz schön anstrengend. Nach dem Irazu fuhren wir wieder zurück und bogen an der großen Christusstatue scharf links ab. Nach ein paar Kilometern machten wir Rast in einer „Soda“. Es gab lecker Essen und einen schönen Fruchtsaft – das Ganze für 4.500 Colones. Weiter ging die Fahrt in Richtung Turrialba. Vor Santa Cruz bogen wir von der Landstraße ab auf eine Schotterpiste. Nach 300 m erreichten wir die „Guayabo Lodge“ – unser erstes Domizil. Vom Balkon konnten wir über ein Tal schauen, den immer rauchenden Vulkan Turrialba hatten wir im Rücken. Heute ließ er sich jedoch nicht blicken, sein Haupt versteckte er in einer Wolkenmütze. Den Nachmittag verbrachten wir nach einem Erkundungsspaziergang auf der Hotelterrasse und schickten Grüße in die Heimat. Am Abend hatten wir in der Lodge ein 3-Gänge-Menü gewählt – in fußläufiger Entfernung gab es nichts, wo man hätte Essen können. Wir waren aber froh, dass wir uns für das Menü entschieden hatten, brachte es doch Abwechslung in noch viele Casado-Abendessen. Nach dem Essen genossen wir noch einen Cocktail am brennenden Kaminfeuer.

21:00 Uhr zogen wir uns ins Bett zurück.

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04.03.2012 – vom Turrialba nach Cahuita

Am Morgen wurden wir zeitig wach. Zum einen war es sehr hellhörig und unsere Obermieter machten Krach, zum anderen schien die Sonne ins Zimmer. Thomas war als erster raus, um zu fotografieren. Heute ließ sich auch der Turrialba mit seiner Rauchfahne bewundern. Nach dem Frühstück packten wir unsere Koffer und waren 7:30 Uhr startklar. Unsere heutige Tour war laut Beschreibung 150 km lang und führte uns nach Cahuita an die Karibikküste. Zunächst ging es wieder durch die Berge bis nach Siquirres. Von dort aus fuhren wir über eine Art Schnellstraße Richtung Puerto Limon. Zunächst ließen wir aber unseren Tank auffüllen. Unsere Fahrt führte uns weiter durch Bananenplantagen. An einem Straßenverkauf deckten wir uns mit Bananen und Mango ein. Von Puerto Limon aus ging es weiter Richtung Süden immer am Wasser lang. Kurz vor 12:00 Uhr erreichten wir unser Ziel – die Ciudad Perdida Lodge. Wir hatten Glück und konnten unseren Bungalow schon beziehen. Da wir hier zwei Nächte bleiben wollten, packten wir die Koffer richtig aus. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Zentrum. In der Rezeption klärten wir noch den Wäscheservice und bestellten einen Schnorchelausflug für den nächsten Tag. Wir waren uns nicht ganz sicher, ob es halb neun oder halb zehn losgehen soll, mittels Sprachführer fanden wir dann raus, dass es halb zehn ist. Im Ort selbst suchten wir uns ein Lokal, das gut besucht war, und bestellen jeder ein Casado, einmal mit Huhn und einmal mit Fisch. Als krönenden Abschluss genehmigten wir uns noch je einen Cocktail. Zurück im Bungalow zogen wir die Wanderschuhe wieder an und machten uns auf den Weg in den Nationalpark. Durch den Hinweis einer Einheimischen sahen wir sogar eine Schlange. Ansonsten war es wahrscheinlich selbst den Tieren zu warm. Außer ein paar Krabben, Spinnen und neugierigen Waschbären war – zumindest für unser Auge – nichts weiter zu sehen. Nachdem uns ein Guide darauf aufmerksam machte, dass der Park auf der anderen Seite schon geschlossen war, entschieden wir uns zum Umkehren. Mit einer großen Flasche Wasser aus dem Supermarkt bewappnet, machten wir es uns auf der Terrasse unseres Bungalows gemütlich und konnten sogar noch einen Kolibri beobachten. Gegen 18:30 Uhr machte die Klimaanlage endlich das, was sie sollte, nämlich kühlen. Jetzt lohnte sich auch das Frisch machen. Das Abendessen nahmen wir noch einmal in dem Lokal ein, in dem wir schon Mittag gegessen hatten. Wie sich später herausstellte, war Rickys Bar laut unserem Reiseführer das beste Haus am Platz.

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05.03.2012 – Cahuita

Die Nacht war nicht einfach. Unser Häuschen stand ziemlich nah am Regenwald. Die Wände bestanden aus dünnen Brettern, das Ganze bedeckt mit einem Wellblechdach. Die Umgebung mit ihren tierischen Bewohnern brachte schon einige fremde Laute hervor, was allerdings eher interessant war, als das man sich ängstigen muss. Der Hammer kam gegen 22:00 Uhr. Es brach ein unheimlicher Regen los, begleitet mit Donnergrollen. Es war extrem laut, verstärkt durch das Blechdach. Die Müdigkeit übermannte einen aber immer wieder. Dann war es wieder ruhig, nur ein bisschen Klopfen auf dem Dach. Kaum waren wir wieder eingeschlafen, ging der Wolkenbruch erneut los. Am Morgen wurden wir gegen 7:30 Uhr wach und hörten den Sturm, der um das Haus blies. Thomas lugte vorsichtig aus der Tür, die Fenster waren ja mit Fensterläden geschlossen, was wir unbedingt wegen der kleineren und größeren Tiere machen sollten. Es war sehr stürmisch und stark bewölkt. Wir ahnten schon, dass unser für heute bestellter Schnorchelausflug nicht stattfinden wird. So war es dann auch, wie wir zum Frühstück erfuhren. Wir gaben noch einen Sack Wäsche zum Reinigen ab, frühstückten und schickten eine E-Mail nach Hause. Danach fuhren wir mit unserem Auto in Richtung Panama, immer an der Küste entlang. Es war immer noch bewölkt, aber schön warm. In Manzanillo war die Straße zu Ende. Danach kommen nur noch ein Nationalpark und die Grenze zu Panama. Wir zogen einige Zeit durch den Ort, viel zu sehen war aber nicht. Also kehrten wir um und fuhren nach Puerto Viejo de Talamanca. Dort bummelten wir durch die Stadt, besorgten ein Mitbringsel für unseren Enkel und aßen Mittag im „Flip Flop“ – einer Reaggy-Kneipe. Das Essen war sehr lecker. Anschließend fuhren wir zurück nach Cahuita und erkundeten per Auto den ganzen Ort. In der Zwischenzeit ließ sich die Sonne blicken. Zum Baden im Meer war es aber immer noch zu stürmisch. Gewarnt wurde auch immer wieder vor Unterströmungen. Auf unserer Terrasse ließen wir die Seele baumeln und beobachteten das Treiben der Tiere. Vor unserer Terrasse stand eine Ylang-Ylang, diese wurde rege von Kolibris besucht, sodass wir fleißig fotografieren konnten. Auf der anderen Straßenseite zog eine Horde Brüllaffen durch die Bäume. Am Abend liefen wir noch einmal in den Ort in Ricky’s Bar. Dort aßen wir richtig gut, tranken Bier und leckere Cocktails. Gegen 21:00 Uhr lagen wir im Bett. Es regnete nicht, wir hofften auf tiefen Schlaf. Das funktionierte bis ca. 02:30 Uhr, dann brach wieder heftiger Regenschauer los und trommelte auf unser Blechdach.

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06.03.2012 – Hacienda la Isla

07:00 Uhr standen wir auf, packten unsere Sachen zusammen, und Thomas belud das Auto in Badehosen und Badelatschen. Es goss immer noch wie aus Kannen. Mit dem Auto fuhren wir die 50 Meter zum Frühstück, wir wollten gleich auschecken. Für die Fernbedienungen (TV und Klimaanlage) hatten wir 20 USD Kaution hinterlegt. Die Kollegin von der Rezeption war aber noch nicht da. Die anderen Angestellten nahmen uns schon mal die Schlüssel und Fernbedienungen ab und wünschten uns eine gute Reise. Wir mussten erst erklären, dass wir noch 20 USD bekämen. Nach einigem hin und her klappte das dann auch. Auf jeden Fall konnten wir starten. Laufend regnete es, dann wieder nicht. Unterwegs musste Thomas den Scheibenwischer reparieren. Das Wischerblatt war falsch am Wischerarm befestigt, so fiel das Blatt immer wieder während der Fahrt ab. Nach etwa 4 Stunden erreichten wir unser nächstes Ziel. Wir kamen in der „Hacienda La Isla“ an. Eine wunderschöne Anlage im Regenwald. Wir wurden herzlich begrüßt. Beim Einchecken bekamen wir eine Karte vom Grundstück in die Hand gedrückt. Die Hacienda hat einen 2,5 km langen Rundweg durch Regenwald und Flachland. Wir räumten unsere Sachen ins Zimmer und machten uns bei Sonnenschein auf den Rundweg. Begleitet wurden wir von einem „Golden Retriever“ – der Haushund der Hacienda. Unterwegs konnten wir viele Pflanzen ansehen und vor allem Vögel beobachten. Zweimal mussten wir uns unterstellen, da es wieder anfing zu regnen. Am späten Nachmittag erledigten wir noch ein paar E-Mails und planten den nächsten Tag. 19:00 Uhr gab es Abendessen, das wir bereits am Nachmittag bestellt hatten. Beim Hauptgericht hatte Kerstin Huhn gewählt, Thomas Seebarsch. Wir nahmen am kleinen hoteleigenen Teich Platz, bestellten eine Flasche Wein und bekamen auch gleich die Vorspeise, eine leckere Suppe, serviert. Während des Essens, es waren insgesamt 8 Gäste anwesend, kam etwas Unruhe auf. Neben der Terrasse, auf der alle saßen, hatte es sich ein Kaiman gemütlich gemacht. Alle mussten gucken und fotografieren. Uns wurde gesagt, dass er jeden Tag da sei – also keine Gefahr. Nachdem wir unser wirklich gutes 3- Gang – Menü geschafft hatten, zogen wir uns zurück. Im Bett war es etwas ungemütlich, da durch den Regen und die Wärme alles sehr feucht war. Irgendwann schliefen wir aber ein.

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07.03.2012 – El Arenal

07:00 Uhr wurden wir durch den gluckernden Abfluss geweckt. Der Tag fing schön an. Die Sonne schien, das Frühstück war toll. Wir checkten aus. Der Chef der Hacienda verabschiedete uns auf Deutsch. Wir stiegen in unseren Daihatsu und fuhren los. Vor uns lagen ca. 160 km. Es ging Richtung Puerto Viecho de Sarapiqui, dann weiter in Richtung La Fortuna, wo wir in der Nähe vom El Arenal die nächste Unterkunft erreichen wollten. Wir fuhren bei tollem Sonnenschein, unterwegs machten wir immer wieder Fotostopps. Im Reiseführer wurde ein kleiner Abstecher empfohlen, da ganz in der Nähe Leguane zu sehen sind. Vor einem Restaurant hatten es sich zahlreiche der Urtiere gemütlich gemacht und ließen sich auch durch LKWs nicht aus der Ruhe bringen. Bei einem Saft beobachteten wir das Treiben, als die Köchin mit einer Kiste Blätter kam. Irgendwann mussten wir dann weiter. Zum Mittagessen gingen wir wieder in eine „Soda“. Gegen 13:00 Uhr kamen wir im „Paradiso el Arenal“ – einem großen Thermalhotel – an. Leider konnten wir hier noch nicht in unseren Bungalow. Wir wollten aber auch nicht warten. Also gaben wir unsere Koffer an der Rezeption ab, sodass wir mit dem Auto, aber eben ohne Gepäck, unterwegs sein konnten. Wir fuhren über die Staumauer vom Arenalstausee und dann weiter zu einer Regenwald-Hängebrücken-Station. Wir zogen die Wanderschuhe an und wanderten den Rundweg durch den Regenwald. Unterwegs gab es immer wieder Hängebrücken, die höchste war ca. 45 m hoch und 85 m lang. Es war schon toll, wenn man von so einer extrem wackligen Brücke auf den Regenwald hinab schauen k0nnte. Pflanzen haben wir viele gesehen, Tiere dagegen weniger. Nur ein paar Vögel, Kolibris waren auch dabei, und ein Eichhörnchen. Die Krönung war ein Papagei, der sich auf dem Parkplatz an unserem Auto zu schaffen machte. Wir hatten den Rundweg gerade zum richtigen Zeitpunkt geschafft, es fing wieder an mit regnen. So richtig hörte es auch den ganzen Abend nicht mehr auf. Wir fuhren zurück ins Hotel, nahmen unseren Bungalow in Besitz und packten erst einmal alle Koffer aus. Die meisten Sachen breiteten wir auf den Betten aus, damit sie etwas abtrocknen konnten, die Feuchtigkeit war schon überall rein gekrochen. Zum Abendessen fuhren wir mit dem Auto zurück in die Stadt „La Fortuna“ und suchten uns wieder eine „Soda“. Im Supermarkt kauften wir noch ein paar Getränke für den Abend im Hotel. Gegen 9 war Nachtruhe.

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08.03.2012 – El Arenal

Uns weckte Regen – der Tag fing gut an. Bis wir mit den Vorbereitungen für das Frühstück fertig waren, hatte er zumindest schon mal aufgehört. Das Frühstück selber war sehr übersichtlich, neben dem obligatorischen Reis mit Bohnen, Rührei und Speck gab es jedoch eine reichliche Auswahl an Obst. Den Tag wollten wir nicht im Bungalow vergammeln, also packten wir Regenjacken, Sonnencreme und Mückenschutz ein und machten uns auf die Suche nach einem im Reiseführer beschriebenen Rundwanderweg am Fuße des Arenal. Richtung Stausee fanden wir die Zufahrt auf der linken Seite. Nach Begleichung der üblichen 10 USD pro Person Eintritt und dem Hinweis, unbedingt Insektenschutz aufzutragen, nahmen wir den 4,5 km langen Rundweg in Angriff. Die Tour entpuppte sich nicht gerade als Spaziergang. Was zunächst gemächlich um einen erst nach dem letzten Ausbruch entstandenen See begann, führte dann über mehr oder weniger großes Geröll ziemlich steil nach oben. Auf der Aussicht angelangt, entschädigte uns ein fast wolkenfreier Arenal für die Strapazen. Zwischenzeitlich war es Mittag und wir verspürten Hunger. Da wir nicht schon wieder nach La Fortuna fahren wollten, entschieden wir uns, hinter dem Stausee weiter Richtung Nuevo Arenal zu fahren. Zunächst wurden wir aber von einer Nasenbärenfamilie aufgehalten. Auf unserem weiteren Weg wurden wir auf einmal schweizerisch begrüßt. Mitten in den Bergen war hier eine Hotelanlage mit Kirche und Bergbahn angelegt worden. Im nächsten Ort fanden wir dann ein Restaurant mit herrlichem Ausblick auf den Arenalsee. Das Essen – Casado mit Fisch bzw. Hühnchen, dazu ein großer Teller Salat mit Avocado und eine Schüssel „Papas“(Pommes) – war superlecker und so reichlich, dass das Abendbrot ausfallen konnte. Auf dem Rückweg hielten wir noch einmal unmittelbar am Ufer des Arenalsees an, um den Vulkan auch aus dieser Perspektive zu fotografieren. Bei der Einfahrt in unsere Hotelanlage liefen uns noch zwei Gürteltiere über den Weg. Im Bungalow brachten wir unsere reichlich durchgeschwitzten Wandersachen in Ordnung. Der Arenal hatte sich bereits wieder seine Wolkendecke übergezogen und kaum hingen unsere Sachen auf der Leine, fing es wieder an zu regnen. Den Abend verbrachten wir auf der Terrasse und beobachteten das Geschehen um uns. Gegen 9:00 Uhr zog es uns wieder ins Bett.

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09.03.2012 – Canyon de la Vieja Lodge

Uns weckte Regen – der Tag fing also wie gestern an. Wir gingen zum Frühstück, danach packten wir unsere Koffer. Am ersten Tag in Arenal hatten wir alle Sachen aus den Koffern genommen, damit die Sachen trocken werden konnten. Beim Einpacken stellten wir fest, dass die Rückwand des Schrankes gleichzeitig die undichten Außenwände des Bungalows waren. Die Sachen waren feuchter, als vorher. Uns blieb nichts anderes übrig, alles so wieder einzupacken. Wir beluden unser Auto, fuhren zur Rezeption und checkten aus. Unsere Fahrt führte uns immer am Ufer des Arenalstausees entlang, bis wir „Nueva Arenal“ erreichten, nicht – ohne die Nasenbärenfamilie mit dem vom Frühstücksbuffett entwendeten Brot zu füttern. Bereits am Vortag hatten wir Hinweisschilder auf eine deutsche Bäckerei gesehen. Dort kehrten wir nun ein, allerdings wollten wir bei einem Kaffee nur das WiFi nutzen. Die Apfeltasche und ein Kokos-Nuss-Kuchen waren dann doch zu lecker, um sie in der Auslage liegen zu lassen. Weiter ging es am Arenalstausee entlang nach „Tilaran“. Von dort aus wollten wir auf kürzestem Wege nach „Cañas“. Nach wenigen Kilometern standen wir mitten in einem Verkehrsstau. Thomas erkundete die Lage und stellte fest, dass in der Senke 2 LKW zusammengestoßen waren und das Abschleppen sicher Stunden benötigen würde. Auf unserer Karte hatten wir eine Strecke gefunden, über die „Cañas“ ebenfalls zu erreichen war. Wir kehrten um und fuhren zurück nach „Tilaran“. Dort drehten wir mehrere Runden und fragten dann Passanten nach dem Weg. Nachdem wir verständilich gemacht hatten, dass die Hauptroute versperrt war, erklärte man uns eine Alternative und warnte zugleich vor einer sehr kurvenreichen Straße. Das verstanden wir zumindest mit unseren Spanisch-Kenntnissen. Die Straße entpuppte sich dann tatsächlich als sehr kurvenreich, sie war aber neu gebaut. In „Libano“ war dann die frisch asphaltierte Straße zu Ende. Ab hier zweigten nur Schotterpisten ab. Wir mussten aber weiter über „Vergel“ nach „Cañas“. Ein paar Frauen auf einer Terrasse wollten uns wieder zurück nach „Tilaran“ schicken. Nachdem wir den Grund für den Umweg erläutert hatten, bekamen wir die richtige Antwort. Wir fuhren die beschriebene „Straße“ entlang und hatten Angst, dass unser Auto den Geist aufgeben könnte, entweder könnten die Reifen platzen oder das Kühlwasser könnte bei den großen Steigungen und der großen Hitze zu kochen anfangen. Unser Daihatsu BeGo (in Deutschland nett sich das Modell “Terios”) hielt aber durch. In „Cañas“ mussten wir nur noch die richtige Richtung finden und schon hatten wir unser Ziel – die „Canyon de la Vieja Lodge“ – erreicht. Vorher hielten wir noch an einem Obststand an, die es in der Gegend viele gibt. Gegen den Durst tranken wir 2 Kokosnüsse aus und aßen eine Cantolupe- Melone. Thomas passte nicht auf und lief mit dem Kopf an einen Querbalken am Gemüsestand. Die durch die Sonneneinstrahlung arg verbrannte Kopfhaut (in Ermangelung von Haaren), platzte etwas auf. Die ziemlich große Wunde brannte recht stark. In der Lodge bezogen wir unseren Bungalow und schauten uns die Anlage an. Ein Restaurant mit Speisekarte, aber ohne Preise (nichts für uns), eine Bar, eine Hängebrücke (schmal, gut 10 m über dem Canyon und stark schaukelnd im Wind, es dürfen max. 5 Pers. gleichzeitig darauf) und eine Canopy – und Kletteranlage. Wir fuhren zum Abendessen die 5 km zurück nach „Liberia“. Den Abend ließen wir bei einem Bier auf der Terrasse ausklingen.

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10.03.2012 – Rincon de la Vieja

Wir haben gut geschlafen, mal kein Regen in der Nacht, dafür starker Wind. Kurz vor acht machten wir uns auf zum Frühstück, da wir uns die Wagemutigen beim Canopy ansehen wollten. Leider hatte für die Zeit noch keiner eine Tour gebucht. Für heute hatten wir uns eine Rundwanderung im Nationalpark Rincon de la Vieja ausgesucht. Vorsorglich packten wir auch die Badesachen ein, da im Reiseführer etwas von einer Badestelle erwähnt war. Von unserer Unterkunft mussten wir noch ca. 15 km meist Schotterpiste Richtung Nationalpark fahren. Etwa auf halber Strecke war Maut (700 Colones pro Person) zu entrichten, da man über Privatgelände fahren musste. Besser war die Straße deshalb aber auch nicht. Unterwegs hatten wir dann noch das Glück, eine Gruppe beim Start zum Canopy zu beobachten. Wir waren immer noch sehr unentschlossen, ob wir das machen wollen, da man vermutlich wenig von der Umgebung mitbekommt, weil man erst einmal mit sich selbst beschäftigt ist. Außerdem war Thomas´ Kopf noch nicht so weit, dass er einen Helm vertragen konnte. Im Nationalpark wurden wir personell erfasst und gegen 10.400 Colones Eintritt + 100 Colones für eine Karte konnte es losgehen. Unser Weg führte uns zunächst durch dichten grünen Wald, der von Würgefeigen dominiert wurde. Der zweite Teil des Rundweges war dann sehr karg. Hier hatte es lange keinen Niederschlag gegeben. Dafür erhielten wir einen Einblick in Teufels Küche. Was der so aus Wasser, Schwefel, Schlamm und Hitze zaubern kann, war schon beeindruckend. Zurück am Ausgangspunkt machten wir uns auf die Suche nach der Badestelle. Ausgeschildert war sie ja, nur die Treppe, die zum Rio Blanco hinunterführen sollte, war nur noch in Fragmenten erhalten. Also hangelten wir uns an Lianen neben den Resten der Treppe zum Fluss hinab. Und ein richtiger Zugang zum Wasser war auch nicht vorhanden. Ins Wasser käme man zwar – aber nur schlecht wieder raus. Da uns das alles etwas gefährlich erschien, hangelten wir uns den Weg wieder nach oben. Da fragt man sich schon, wofür die Eintrittsgelder verwendet werden, wenn es nicht mal für die Instandhaltung einer Treppe reicht, denn die war nicht erst seit eben kaputt. Jedenfalls meldeten wir uns am Eingang ordnungsgemäß ab, damit man uns nach Schließung des Nationalparks nicht suchen muss und fuhren zurück Richtung Unterkunft. In der einzigen auf dem Weg liegenden Ortschaft hatten wir am Morgen eine Soda entdeckt, in der wir nun Rast machten. Neben Ananassaft gab es für Kerstin Reis mit Huhn und für Thomas Casado mit Steak. Angekommen im Bungalow stellten wir fest, dass die teuflische Küche ihre Spuren hinterlassen hatte – wir waren total verstaubt. Deshalb wurde alles einer gründlichen Reinigung unterzogen. Bei dem immer noch herrschenden Wind trockneten die Sachen sehr schnell. Gegen 17:00 Uhr fuhren wir in die Stadt und hielten Ausschau nach den im Reiseführer erwähnten chinesischen Restaurants, wurden jedoch nicht fündig. Da uns nicht schon wieder nach Reis mit irgendetwas war, kauften wir uns im Supermarkt Brot, Tomaten, gekochtes Rindfleisch, eine scharfe Soße und Bier und genossen ein leckeres Abendbrot auf unserer Terrasse. Nach dem Abendessen gingen wir noch in die Bar gegenüber. Es sah aus wie eine Bar, es gab Getränke, wie in einer Bar, aber eine richtige Bar war es dennoch nicht. Der Barkeeper hatte sicher in seinem Leben etwas anderes gelernt. Die Bar selbst hatte auch schon bessere Zeiten gesehen. Wir tranken trotzdem etwas. Eine Getränkekarte gab es nicht. Der Keeper schaute sich kurz um, was er denn so für Flaschen zu stehen hatte, dann sagte er uns in schnellem spanisch, was es denn gäbe. Wir nahmen Caipirhinia – der war gut. Nach einiger Zeit gesellte sich eine holländische Reisegruppe dazu. Deren Guide räumte erst einmal einige Tische beiseite, bestellte die richtige Musik und schon ging es mit Salsa und Merengue zur Sache. Auch wir ließen uns anstecken und tanzten Merengue. Nach einem zweiten Caipirinia, zahlten wir – immerhin 20 USD – und gingen ins Bett.

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11.03.2012 – Tamarindo

Wir schliefen nicht so gut. Uns hatten auf der Terrasse und im Bett irgendwelche (Sand)-Flöhe das Leben schwer gemacht. Kerstin hatte richtig kleine Entzündungen, bei Thomas waren es „nur“ rote Flecken. Frühstücken gingen wir gegen 08:15 Uhr – die Holländer waren auch schon da – also war das Büfett fast leer gegessen. Der Nachschub an frischem Geschirr, Gläsern und Lebensmitteln geriet etwas ins Stocken. Nach ein paar Minuten war alles im Lot. Wir frühstückten, packten die Koffer, beluden das Auto und fuhren an die Rezeption. Thomas checkte aus. Wir waren schon ein Stück gefahren, als Kerstin bemerkte, dass wir den „Blanko – Kreditkartenbeleg“ nicht wiederbekommen hatten. Also ging es wieder zurück an die Rezeption. Nun bekamen wir unseren Beleg und starteten zum zweiten Mal. Nach unseren Berechnungen mussten wir in Tamarindo tanken, damit wir das Auto mit leerem Tank in San José abgeben können. Ist eine saublöde Regelung von „Europcar“, ist aber so. Nach 2 Stunden erreichten wir unser nächstes Hotel „Tamarindo el Diria“. Wir checkten ein und bekamen den Parkplatz gezeigt. Das Hotel war ziemlich groß, also nicht so unser Favorit. Das Zimmer war toll, so schien es zumindest. Thomas stellte fest, dass das Waschbecken und dessen Umgebung etwas schmutzig war. Wir putzten es mit feuchtem Klopapier und wunderten uns über den Dreck, den wir ohne Putzmittel abbekamen. Wir nahmen unser Badezeug und gingen an den Strand, schnappten uns 2 Liegen und Handtücher und verbrachten den Nachmittag mit Lesen. Ab und zu gab es Leguane zu beobachten, die in aller Ruhe auf der Wiese spazieren gingen. 17:30 Uhr holte Thomas die Kamera, um den Sonnenuntergang einzufangen. Um gegen die Sonne fotografieren zu können, setzte er einen Filter auf das Objektiv. Auf seinem Weg zum Strand übersah er allerdings ein Loch, so dass er stolperte und die Kamera auf einen Steinsockel aufschlug. Das Objektiv ließ sich nur noch einstellen und den Filter konnte man nicht mehr aus dem Objektiv drehen. Den Sonnenuntergang konnte er aber noch fotografieren. Danach gingen wir zurück ins Zimmer, duschten und machten uns ausgehfein. Im Ort fanden wir ein kleines Restaurant (Portofino), in dem wir gut essen konnten. Die Preise waren in Tamarindo etwa 50 -100% teurer, als an den anderen Orten, in denen wir bisher waren.

Fotos dieser Etappe (18)

12.03.2012 – Quepos

Die Nacht war fast in Ordnung. Kerstin kämpfte immer wieder mit dem Juckreiz, die Sandflöhe hatten ihr ganz schön zugesetzt. Das Frühstück selbst ist in dem Hotel auch nicht der Hammer – abgesehen von einer großen Obstauswahl. Nach dem Beladen des Autos und dem Auschecken starteten wir die 300 km – Tagestour. Wir nutzten gleich eine Abkürzung, die allerdings auf 20 km Schotterpiste langführte. Thomas bangte etwas wegen dem Spritvorrat im Tank. Alles ging jedoch gut, wir erreichten die Tankstelle, bevor der Tank trocken war. Weiter ging es auf verschiedenen Landstraßen, von der Halbinsel Nicoya über den Tempisque auf einer großen Brücke, die die Taiwanesen erbaut haben sollen, dann auf die Panamericana. Die Panamericana ist in Costa Rica die Nationalstraße 1 und sehr stark befahren. Es ging also etwas schleppend voran. Unterwegs, wir waren inzwischen von der Panamericana abgebogen, verfuhren wir uns dann doch noch. Die Ausschilderung stimmte nicht mehr mit unserer Karte überein, es fehlte auf der Karte die Straße 27. Wir bogen rechts ab, fuhren noch ein Stück und standen vor einem Schlagbaum. Thomas hielt dem Posten einen Geldschein hin, da wir dachten, es sei die Mautstation. Der Posten winkte aber ab und fragte uns, wo wir hinwollten. Jedenfalls standen wir wahrscheinlich vor der Hafeneinfahrt. Wieder ein paar hundert Meter zurück, dann ging es weiter auf der Landstraße. Nach einigen Kilometern kam dann doch der richtige Abzweig. Wir fuhren immer weiter an der Pazifikküste entlang, immer mal wieder die schönen Aussichten genießend. Unterwegs nahmen wir ein Mittagessen in einer „Soda“ – dieses Mal nicht so gut, wie sonst, dafür teurer 😉 Am frühen Nachmittag erreichten wir die „Villa Romantica“ in Quepos – ein schönes, kleines Hotel. Am Abend ließen wir uns bekochen, es schmeckte sehr gut. An der Rezeption buchten wir noch einen Schnorchelausflug für den nächsten Tag. Bei einem Cocktail ließen wir den Tag ausklingen.

Fotos dieser Etappe (24)

13.03.2012 – Quepos/ Ausflug

Heute standen wir mal zeitig auf, denn 8:15 Uhr sollten wir schon zum Schnorcheln abgeholt werden. Wir waren auch da, nur unser Guide ließ auf sich warten. Kurz nach halb neun – die junge Frau von der Rezeption wollte schon anrufen – hielt ein schon recht betagtes Auto, um uns zum Hafen zu bringen. Wie sich herausstellte, hatten wir mit Jean Paul (Franzose) eine Privattour. In einem Bootsschuppen suchten wir noch die passenden Flossen aus und dann stachen wir gemeinsam mit einem Bootsführer in den Pazifik. Geschnorchelt wurde unmittelbar vor dem Nationalpark Manuel Antonio. Bewaffnet mit unserer Unterwasserkamera stiegen wir an einem Felsen ins Wasser. Geheuer war das nicht, da eine starke Strömung und noch dazu Wellengang herrschte. Als wir uns dann daran gewöhnt hatten, trauten wir uns auch näher an den Felsen und konnten viele bunte Fische trotz trüben Wassers bestaunen. Mit unseren Schwimmgürteln sahen wir selbst aus wie Haifische. Bilder gab es leider keine, denn die wasserdichte Kamera hatte das Wasser rein- und nicht wieder rausgelassen. Noch ein Verlust nach dem Sturz auf das Objektiv der großen Kamera. Unser nächster Schnorchelgang sollte an einem Doppelfelsen stattfinden – schon beim Anblick der hoch aufspritzenden Wellen war es uns etwas mulmig. Bei Thomas ging das so weit, dass er die Fische füttern musste. Als Jean Paul mit uns schon abdrehen wollte, ging es Thomas besser und wir wagten uns noch einmal ins Wasser. Lange blieben wir aber nicht, denn irgendwie war es doch etwas unheimlich, immer darauf achtgeben zu müssen, dass man den Felsen nicht zu nahe kam. Thomas hatte auch wieder zu kämpfen. Den dritten Schnorchelgang an unserem ersten Platz ließ Thomas dann lieber ausfallen. Kerstin und der Bootsführer schnorchelten allein. Durch das wegen der Ebbe niedriger werdende Wasser waren jetzt auch große am Boden haftende Seeigel zu sehen. Gegen 13:00 Uhr waren wir zurück im Hotel. Thomas verbrachte den Nachmittag im Bett und Kerstin am Pool. Irgendwann ging es Thomas dann wieder besser. Er kam gerade zurecht, um den Kapuzineraffen, der sich in einer Palme am Pool etwas zu essen suchte, zu fotografieren. Ein Bild vom hauseigenen Leguan gelang leider nicht, da der Schisser beim Näherkommen die Flucht ergriff. Abendessen nahmen wir diesmal im „Dos Lokos“, einem mexikanischen Lokal, ein, da an diesem Tag im Hotel nicht gekocht wurde.

Fotos dieser Etappe (11)

14./15.03.2012 – Rückfahrt nach San José / Heimreise

14.03. Wir gingen den Tag langsam an. Schließlich mussten wir heute zurück nach San José. Nach dem reichhaltigen Frühstück packten wir unsere Sachen, bezahlten alles, was wir in den letzten beiden Tagen verzehrt und getrunken hatten und stellten uns der Herausforderung des Straßenverkehrs. Schon auf dem Weg nach Quepos hatten wir festgestellt, dass die Schnellstraße 27 nicht in unserer Straßenkarte eingezeichnet war. Und genau diese Straße führte uns jetzt – durch zahlreiche Mautstationen nach San José. Anhand des Stadtplanes fand Kerstin heraus, wo wir in San José ankamen, und konnte dadurch genau ansagen, an welcher Kreuzung wohin abzubiegen war. Wir schlugen uns wacker durch das Einbahnstraßensystem von San José und erreichten das Hotel schneller als gedacht. Kurz vor 12:00 Uhr konnten wir diesmal unser Zimmer im Gran Hotel schon beziehen. Diesmal war es wesentlich kleiner und lag nach hinten zur Fußgängerzone raus. Gegenüber dem Nationaltheater hatten wir schon am Anfang unserer Rundreise einen Parkplatz gefunden, der 24 Stunden geöffnet hat. Den steuerten wir an. Auf nicht mal 100 m Länge geschätzte fünf Fahrspuren – Markierung gab es nicht – zu überqueren, grenzte schon fast an Wahnsinn. Unser Unterfangen wurde auch ausgiebig behupt. Auf dem Parkplatz angekommen, war der voll. Darauf waren wir nicht vorbereitet. Während wir noch überlegten, was wir nun machen sollten, wurde ein Parkplatz frei. Glücklich versuchten wir dem Parkplatzwächter klar zu machen, dass wir das Auto bis zum nächsten Tag 5:30 Uhr stehen lassen wollten. Irgendwie klappte die Kommunikation nicht so richtig, er verwies nur auf seine Gebührentabelle. Wir wussten aber bereits, dass wir 900 Colones pro Stunde zu zahlen hatten. Den Nachmittag verbrachten wir in der Markthalle, aßen Mittag – ein letztes Mal Casado – kauften Kaffee, tranken noch einen Eiskaffee und schlugen die Zeit tot. Nachdem wir unsere Koffer soweit vorbereitet hatten, dass am nächsten Morgen nur noch das Waschzeug eingepackt werden musste, gingen wir in die Lobby und ließen unseren Urlaub bei einem Glas argentinischen Rotwein ausklingen. Gegen 21:00 Uhr versuchten wir es mit Schlafen – etwas, was wir in der Nacht noch öfter taten, da uns der wechselnde nächtliche Straßenlärm immer wieder weckte. Das Angebot reichte vom Straßenmusikanten über den Lottoverkäufer und den Straßenkehrer bis zum Zeitungsverkäufer am Morgen.

15.03. Etwas gerädert quälten wir uns 4:30 Uhr aus dem Bett. Halb sechs standen wir vor dem Gittertor des Parkplatzes – und kamen nicht zu unserem Auto. Das Tor war zu, ein Parkplatzwächter nirgends zu sehen. Rufen und rütteln am Tor halfen nichts. Thomas fragte den uns am nächsten stehenden Taxifahrer, ob er uns sagen kann, wo hier jemand ist. Der wollte aber wahrscheinlich nichts verstehen. Jedenfalls fand sich ein netter Taxifahrer, der eine Klingel am Tor bediente. Und siehe da, in der Hütte bewegte sich etwas. Ein Kopf tauchte schlaftrunken am Fenster auf und das Tor öffnete sich. Rechnen konnte der Typ auch noch nicht, der von ihm genannte Betrag war niedriger als der, den wir ausgerechnet hatten. Thomas drückte ihm alles in die Hand. Die Freude über das unverhoffte Trinkgeld stand ihm ins Gesicht geschrieben. Die letzte Herausforderung – morgens im Berufsverkehr die Vermietstation am Flughafen zu finden – nahmen wir mit Bravour. Kerstin lotste Thomas sicher durch das Getümmel. Kurz vor sechs standen wir auf dem Hof der Vermietstation. Mit noch einer weiteren Familie wurden wir kurz darauf auf dem Flughafen abgeladen. Wir standen schon in der Schlange, um die Koffer aufzugeben, als man uns darauf aufmerksam machte, dass wir erst einmal 28 USD pro Person Ausreisegebühr entrichten müssten. Gespannt schauten wir dann auf die Kofferwaage, da wir schon darauf gefasst waren, Übergewicht bezahlen zu müssen. Es waren 38,7 kg, also eine Punktlandung. Wir hatten noch jede Menge Zeit und gingen erst einmal frühstücken. Da wir noch einmal in den Dutty free Shop wollten, passierten wir die Personenkontrolle. Neben den üblichen Sachen waren hier auch gleich die Schuhe aufs Band zu legen. Im Dutty free kauften wir eine Flasche Rum, die wir aber nicht selbst mitnehmen durften. Man erklärte uns, dass wir die erst beim Einsteigen in das Flugzeug erhalten würden. So richtig trauten wir der Sache nicht. In einem Souveniershop kauften wir noch das lang gesuchte Mitbringsel und eine Flasche Wasser für den Flug. Das Wasser erreichte das Flugzeug jedoch nicht in der Flasche. Am Gate wartete eine weitere Taschen- und Personenkontrolle, bei der sämtliche Flüssigkeiten eliminiert wurden. Das hieß, Wasser noch in uns reinfüllen, wenn wir es nicht wegwerfen wollten. Erstaunlicherweise bekamen wir tatsächlich noch unseren Rum, bevor wir das Flugzeug bestiegen. Unsere erste Station war wieder Santo Domingo. Leider ließ man uns diesmal nicht aussteigen. Das Gedränge auf den Toiletten war entsprechend groß. Während dem Tankvorgang mussten wir alle auf unseren Plätzen bleiben und zu trinken gab es die zwei Stunden auch nichts. Wir waren froh, als es wieder in die Luft ging und der Verpflegungswagen durch die Gänge geschoben wurde. Schlafen war nicht so richtig möglich, da wir ja noch auf die mittelamerikanische Zeit gepolt waren. Mit dem Sonnenaufgang landeten wir in Frankfurt am Main. Bevor wir unser Gepäck in Empfang nahmen, machten wir uns ein wenig frisch. Komischerweise hatte die Zahnpasta im Rucksack die Kontrollen problemlos überstanden. Da unser Zug erst 9:01 Uhr ging, genossen wir ein deutsches Frühstück und holten noch ein belegtes Brötchen für die Fahrt. Die Zugfahrt nutzen wir zum Lesen, Schlafen und Leute beobachten. In Dresden wartete schon unser Fahrdienst auf uns. Gegen 15:00 Uhr war dann auch dieser Urlaub leider schon wieder zu Ende.

Fotos dieser Etappe (9)

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